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Seit Jahren wird diskutiert: Der Kühlschrank soll Milch bestellen wenn Sie leer ist, das Smart-Home bekommt eine Lieferanten-Hintertür zum Kühlschrank / Vorratsraum / In-House Packstation ... nun haben wir 2016, wie sehr ist das nun schon Realität geworden? Ein Kurzer Abriss anhand von Druckern.

 

Man möchte ja meinen, Drucker sind so etwas 90er. Tinte / Toner rein, Papier rein, dann hakts und eigentlich will man gar keinen braucht Ihn aber weil der Copyshop um die Ecke dann doch zu unbequem ist. Zudem verdienen Sich die Hersteller am Zubehör eine goldene Nase; Ärgerlich wenn eben selbiges dann wieder defekt ist obwohl "man gar nicht so viel gedruckt hat".

HP hat darauf beispielsweise (ich habe mir Epson, Brother, Kyocera, Oki und Co. nun noch nicht näher angesehen) so reagiert, wie es zeitweise "natürliche Evolution" war: Die Verbindung verlagerte sich von USB auf Netzwerk und wenn man schonmal Netzwerk hat, kann man auch E-Mails bei Fehlern senden. Praktisch, hat aber wenn das nicht funktioniert auch "nur" den negativen nebeneffekt, dass diese Mail ausbleibt. Drucken kann man auch offline.

Google fing dann mal mit Dingen an wie "Cloud Print" auf dessen Zug dann auch gleich ein paar Hersteller gesprungen sind, wenn "wenn man ja schonmal im Internet ist, kann man auch Druckaufträge vom Handy empfangen, egal im welchem Netz das ist". HP Connect und Epson Cloud Print Ableger Inklusive macht man sich hier natürlich schon ein Stück weit abhängig.. aber "toll, funktioniert ja alles so einfach" .. nur solange eben die Internetverbindung funktioniert, der Drucker nicht eben mal selbstständig die Firmware aktualisiert und Tintenpatronen deaktiviert oder der Drucker für Bot-Netze gekapert wird weil es mit der Sicherheit der Gerätschaften nicht weit her ist ... aber diese Probleme sieht man ja nicht... "das passiert MIR ja nicht, sind immer die andern".

Nun, die Hochzeiten der Druckertintenkäufer scheint langsam vorbei, man muss sich neue, vermeintlich stabilere Märkte erschließen. (Oder Laser-Drucker-Käufer zurückgewinnen.)
Das IT-Markt-Mantra lautet daher allzu oft: Abos ... Abos binden Kunden, Abos bringen permanent Geld ein, Abos machen Geschäfte planbar und: Mit Abos verkauft man weniger für effektiv mehr Geld, da man einen (vermeintlich) besseren / konsequenten Service anbietet. Dem Kunde wird das oft klein gerechnet in Form von "Preis pro Monat" und oft etwas überzogenen oder zumindest "markanten Vergleichsberechnungen".. naja ... kann ja jeder machen wie er will ... worauf Ich hinaus will ist nicht die Geschäftspolitik als solche, sondern dass diese nun die Drucker erreicht haben:

Unter HP InstantInk alias instantink.com alias instantink.hpconnected.com  bietet HP "neuerdings" eine Palette an Druckern an die selbstständig je nach "geplanten und vorab bezahltem Abonnement" die Druckertinte nach Hause ordert ohne dass der Benutzer etwas tun muss... (gut, ich muss das Ding noch selbst austauschen (Zwinkern) )

Klar, dafür brauche ich eine ständige Internetverbindung. Klar, dafür schließe ich ein Abo ab und binde mich mit monatlichen Zahlungen an einen "Druck-Dienstleister" der mir die Hardware "günstig überlässt"..
Und was wenn die Bestellung ausbleibt? Was wenn ich mehr drucken will .. wer liest denn VORab die AGBs? Man sieht ja zunächst nur das offentsichtlich (weil hervorgehobene) positive. Zumindest sollte man es nicht blauäugig abschließen. Ich denke es rechnet sich in den wenigsten Fällen. Und für SmallOffice / HomeOffice (SmoHo) gibt es seit Jahren gute, meist direkt lokale Händler die einem bessere Hardware und Full-Service (Reparatur und Dienstleistung) anbieten.. Das ist mit vermeintlich "hohen" Einmalkosten versehen ... ob sich das rechnet sollte sich sich aber jeder zumindest einmal jemand überlegen bevor er ein "Abo" abschließt...

 

Wenn ich mir das alles so recht überlege, denke ich gerade wieder daran den Topf "Königsblau" und "Linienpapier" herauszuholen… nein ICH will das nicht … wo sind die guten alten Drucker hin?

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